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Unter dem Druck der Leistungsgesellschaft und einer gewachsenen Profitlogik löst Ausbildung zusehends Bildung ab. Der Einfluss der Märkte auf die Hochschulen und der Druck auf die Student*innen nehmen zu.

Die Universität Zürich öffnet im Rahmen der «Langen Nacht der Karriere» und den «Career Days» den Märkten und ihren Vertreter*innen regelmässig Tür und Tor. Diese beiden genannten Veranstaltungen zeigen deutlich auf, in welche Richtung es gehen soll: Bildung ist, was der Karriere hilft und sich unmittelbar in Geld umwandeln lässt. Universitäten transformieren sich zu karriereorientierten Ausbildungsstätten, die kaum Platz bieten für Denken, das sich nicht nach der Maxime der ökonomischen Verwertbarkeit richtet. Die Auswirkungen welche solch ein kapitalistischer Realismus auf das Studium hat, sind uns allen bekannt: Man wird von Prüfung zu Prüfung gejagt, der Stress nimmt zu, Konkurrenzdenken soll solidarisches Studieren ersetzen und die Vereinbarkeit mit Nebenjob, steigenden Mieten und höheren Prämien wird immer schwieriger. Zur Prüfungszeit schaltet die Universität dann jeweils verschiedene Angebote zur Hilfe bei psychischen Problemen auf, was in der konkreten Situation helfen kann, aber den Blick nicht auf die Ursachen von Überforderung, Stress und Belastung richtet.

Studieren heisst jedoch nicht zwangsläufig, dass man diesen Entwicklungen einfach alternativlos ausgesetzt ist. Wir wollen uns gegen die vorskizzierten Entwicklungen wehren.

 

von innen sieht auch ein Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus.